Glaukom

Glaukom

Das primäre Offenwinkelglaukom (POWG) ist die am meisten verbreitete Form dieser Augenkrankheit. (Frühere Bezeichnung: Grüner Star).

  • In Deutschland sind etwa 950.000 Menschen über 40 am Glaukom erkrankt.
  • Die Zahl derer, die ein Glaukom haben oder eine Vorstufe, einen erhöhten Augeninnendruck (okuläre Hypertension OHT), wird auf mindestens zwei Millionen geschätzt.

Nur in etwa 50 % der Fälle wird bei einem Glaukom ein auffällig erhöhter Augeninnendruck gemessen. In den anderen Fällen handelt es sich zumeist um ein Normal- oder Niederdruckglaukom.
Die Druckmessung allein kann weder ein Glaukom diagnostizieren noch ausschließen. Ebenso wenig aussagekräftig ist die Perimetrie (Gesichtsfeldmessung) ohne Sehnerv-Check .

  • 0,4 % der 40- bis 54-jährigen Menschen in Deutschland haben einen durch Glaukom verursachten nachgewiesenen Sehnervschaden. Die Zahl derer, die wegen einer OHT dringend augenärztlich kontrolliert werden muss, liegt doppelt so hoch.
  • In der Altersgruppe der 55- bis 74-jährigen besteht ein Sehnervschaden bei 2,6 % (OHT–Verdacht 5,2) und
  • von den über 75-jährigen haben 7,6 % einen Sehnervschaden (OHT-Verdacht 15,2%).

Erhöhte Risiken:

  • Glaukomfälle in der Blutsverwandschaft ersten Grades,
  • bei Kurzsichtigkeit (Myopie) ab 1 Dioptrie und grundsätzlich vom 40.Lebensjahr an
  • Angehörige schwarzer Ethnien.

Neben der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) und der diabetischen Retinopathie ist das Glaukom in den Industrienationen eine der häufigsten Erblindungsursachen und in Deutschland der zweithäufigste Grund für Blindengeldbezug.

Anzahl der Erblindungen infolge eines Glaukoms in Deutschland:

  • 2,4 auf 100.000 Einwohner. Das sind knapp 2000 pro Jahr.



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BVA Pressereferat, Dr. Georg Eckert
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