Glaukom

Das primäre Offenwinkelglaukom (POWG) ist die am meisten verbreitete Form dieser Augenkrankheit. (Frühere Bezeichnung: Grüner Star).

Die Zahl der Glaukom-Patienten betrug im Jahr 2012 etwa 972.000, ein Frühstadium des Glaukoms war bei 1.269.000 Patienten zu erkennen. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist zu erwarten, dass diese Zahlen im Jahr 2030 bei 1.176.000 beziehungsweise 1.626.000 liegen werden.

(Quelle: Christian Wolfram, Norbert Pfeiffer, Weißbuch zur Situation der ophthalmologischen Versorgung in Deutschland, September 2012, zu finden auf: http://www.dog.org/wp-content/uploads/2013/03/DOG_Weissbuch_2012_fin.pdf)

Bei einem Glaukom wird nur in etwa 50 % der Fälle ein auffällig erhöhter Augeninnendruck gemessen. In den anderen Fällen handelt es sich zumeist um ein Normaldruckglaukom.

Die Druckmessung allein kann weder ein Glaukom diagnostizieren noch ausschließen. Ebenso wenig aussagekräftig ist die Perimetrie (Gesichtsfeldmessung) ohne Sehnerv-Check .

  • 0,4 % der 40- bis 54-jährigen Menschen in Deutschland haben einen durch Glaukom verursachten nachgewiesenen Sehnervschaden. Die Zahl derer, die wegen einer okulären Hypertension (OHT)  dringend augenärztlich kontrolliert werden muss, liegt doppelt so hoch.
  • In der Altersgruppe der 55- bis 74-jährigen besteht ein Sehnervschaden bei 2,6 % (OHT–Verdacht 5,2) und
  • von den über 75-jährigen haben 7,6 % einen Sehnervschaden (OHT-Verdacht 15,2%).

Erhöhte Risiken:

  • Glaukomfälle in der Blutsverwandschaft ersten Grades,
  • bei Kurzsichtigkeit (Myopie) und grundsätzlich vom 40.Lebensjahr an
  • Angehörige schwarzer Ethnien.

Neben der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) und der diabetischen Retinopathie ist das Glaukom in den Industrienationen eine der häufigsten Erblindungsursachen und in Deutschland der zweithäufigste Grund für Blindengeldbezug.

Anzahl der Erblindungen infolge eines Glaukoms in Deutschland:

  • 2,4 auf 100.000 Einwohner. Das sind knapp 2000 pro Jahr.



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