Pressearchiv BVA 2000

Abrechnungsbetrug eines Augenarztes: Haben die Kassen versagt ???

Düsseldorf, 25.10.2000 - Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands nimmt mit Erstaunen von einer Meldung der Süddeutschen Zeitung Kenntnis, wonach ein Augenarzt in Bayern die Krankenkassen durch betrügerisch abgerechnete Kontaktlinsen um 1 Mio. DM geschädigt haben soll.

Augenärzte passen Kontaktlinsen an, weil es sich dabei um Sehhilfen handelt, die direkt mit dem Auge in Kontakt kommen und bei fehlerhafter Anpassung oder mangelhafter Kontrolle die Augen auf das Schwerste gefährden können. Für medizinisch indizierte Linsen, die auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen abgegeben werden, gibt es detaillierte Vorschriften, die jedem, der einen Liefervertrag mit den Krankenkassen hat, bekannt sind.

Erstattet werden die Linsen nur, wenn der Patient den Erhalt quittiert und die Krankenkasse die Rechtmäßigkeit der Verordnung überprüft hat. Umso mehr wundert es sie Augenärzte, warum in diesem Fall der mit hohem Verwaltungsaufwand betriebene Kontrollmechanismus der Krankenkassen versagt hat.

Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

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