Pressearchiv BVA 2004

Rundumservice: Linsen direkt vom Augenarzt

Düsseldorf, 20.07.2004 - Berufsverband der Augenärzte empfiehlt bei Linsen Facharztkompetenz fürs Auge

Kontaktlinse statt Nasenfahrrad - diese Entscheidung fällt vielen Brillenträgern nicht mehr schwer. Denn die modernen Kontaktlinsen haben längst die Kinderstube hinter sich und sind heute einfach in der Handhabung und eine gute Alternative zur Brille. Doch wo erhält man sie zu den besten Konditionen? Was viele nicht wissen: Auch der Augenarzt gibt die Kontaktlinsen ab, ohne Rezept und direkt an den Patienten. Auf die umfassende Betreuung für Kontaktlinsenträger macht der Berufsverband der Augenärzte (BVA) in Düsseldorf aufmerksam. Bei etwa gleichen oder nur unwesentlich mehr Kosten wie beim Kauf im Internet oder beim Optiker erhält der Patient weit mehr Leistung. Der entscheidende Vorteil beim Erwerb über den Augenarzt liegt in der Sicherheit bei der Anpassung der Linse. Ist sie nämlich schlecht oder gar nicht auf ein Auge abgestimmt, können unter Umständen fatale Langzeitschäden mit einer Beeinträchtigung des Sehvermögens entstehen. Das passiert etwa, wenn sich Säure unter der Linse bildet oder Sauerstoffmangel - vom Träger unbemerkt. Eine Anpassung und die regelmäßige Kontrolle durch den Augenarzt helfen, solche Horrorszenarien zu verhindern. Nur der Augenarzt mit seiner langjährigen medizinischen Ausbildung kann feststellen, ob das Auge gesund ist und welche Kontaktlinse dazu passt.

Ein paar Euro fürs Augenlicht

Zwar müssen Patienten, die über 18 sind, die Anpassung der Kontaktlinsen beim Fachmann selber zahlen. Der Augenarzt darf die kleinen Sehhilfen jedoch per Gesetz nur zum Selbstkostenpreis abgeben, also ohne Handelsspanne. Unterm Strich zahlt der Patient also etwa gleichviel wie für eine Linse aus dem Handel. Dr. Gerald Böhme, Leiter des Ressorts Kontaktlinsen im BVA, weist auf ein Problem hin: "Kontaktlinsen im Internet zu bestellen, ist nicht ratsam. Die Preise dabei erscheinen zwar oft sehr niedrig, aber über diese Versandart ist nicht gewährleistet, dass man stets hochwertige Linsen erhält. Zudem passen sie nicht immer optimal zum Auge. Wegen ein paar gesparter Euro sollte einem das Risiko zu groß sein, sich das Augenlicht zu verderben." Auch das Probetragen beim Optiker ist deshalb problematisch, weil dabei der Gesundheitszustand des Auges nicht untersucht werden kann. Als Handwerker kann der Optiker zwar Linsen verkaufen, aber nicht feststellen, ob eine krankhafte Veränderung im Auge vorliegt und welche. Das gesamte Leistungsspektrum von der medizinischen Beurteilung und Anpassung über die Abgabe bis zur Kontrolle der Kontaktlinsen bietet nur der Augenarzt. Da er wie alle Ärzte einem Werbeverbot unterliegt, darf er im Gegensatz zum Handel nicht mit Angeboten in der Öffentlichkeit auftreten. Aus diesem Grund ist jedoch auch wenig bekannt, dass der Patient direkt vom Facharzt die Kontaktlinsen beziehen und vor allem eine wesentlich umfassendere Betreuung erwarten kann als irgendwo anders.

Kontrolle gehört dazu

Auch die Kontrolle der Kontaktlinsen ist wichtig und eine wesentliche Leistung des Augenarztes. "Eventuell muss einmal die Form geändert werden oder die Beschaffenheit der Linsen, weil andere Anforderungen an sie gerichtet werden", so Dr. Uwe Kraffel, Erster Vorsitzender des BVA. "Bei Frauen etwa kann durch hormonelle Umstellungen das Auge trockener werden, dann ist möglicherweise eine andere Linse die passende." Die regelmäßige Untersuchung beugt in solchen Fällen Problemen mit der Kontaktlinse vor. Und wenn bei einem Patienten im Auge Risiken oder krankhafte Veränderungen vorliegen und die Kontaktlinsen Schaden anrichten könnten, wird der Augenarzt auch einmal von den Linsen abraten.

Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

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