Pressearchiv BVA 2005

In Hessen kommt das Hausarztmodell - der Augenarzt bleibt - Berufsverband der Augenärzte: Wer zum Augenarzt geht, braucht keine Überweisung

Düsseldorf, 13.Juni 2005. Seit 1. Juni gilt für die Mitglieder aller hessischen Ersatzkassen mit Ausnahme der Barmer das neue Hausarztmodell. Kernidee daran ist, dass sich der Patient an einen Arzt seines Vertrauens bindet, der ihn nur noch bei Bedarf an einen Facharzt überweist. Dafür gibt es Bonusleistungen von der Krankenkasse. Dr. Klaus Heckmann, hessischer Landesvorsitzender im Berufsverband der Augenärzte (BVA), macht darauf aufmerksam, dass Augenärzte ebenso wie Gynäkologen, Psychotherapeuten und Psychologen von dieser Regelung ausgenommen sind: “Wer ein Problem mit seinen Augen hat, kann sich auch weiterhin ohne Überweisung direkt an seinen Augenarzt wenden. Es entstehen ihm dadurch keinerlei Mehrkosten oder andere Nachteile.“

Facharztkompetenz fürs Auge

Das Auge ist ein hoch kompliziertes Organ, dessen medizinische Versorgung sowohl einer eigenständigen ärztlichen Ausbildung bedarf als auch spezieller Diagnose- und Behandlungsinstrumente. Mit dem Hausarztmodell wollen die Ersatzkassen unnötige, kostenintensive Doppeluntersuchungen, aber auch eine lückenhafte Versorgung vermeiden. Deswegen verpflichtet sich der Patient in dem Modell, den Facharzt nur noch mit einer Überweisung durch seinen Hausarzt aufzusuchen. Im Fall des Augenarztes ist jedoch klar: Seine Leistungen sind so spezifisch, dass der Hausarzt Patienten mit Augenproblemen ohnehinüberweisen müsste. Es ist also sowohl im Sinne einer kostengünstigen Gesundheitspolitik als auch im Interesse des Patienten, sich mit seinen Augen direkt an den Facharzt zu wenden.


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Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

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