Pressearchiv BVA 2006

Damit die Weihnachtsdekoration nicht ins Auge geht - Berufsverband der Augenäzte gibt Tipps gegen böse Weihnachtsüberraschungen

Düsseldorf, 30. November 2006 – Er ist wunderschön und fehlt in der Adventszeit in fast keiner Wohnung: Der leuchtend rote Weihnachtsstern ist ein Hingucker und darum allseits beliebt bei der Dekoration im Dezember. Fast niemand weiß allerdings, dass die tropische Pflanze (Euphorbia pulcherrima) Gift enthält. Ihr Milchsaft führt zu Hautreizungen und ist vor allem für das empfindliche Auge gefährlich. Die Pflanze sollte daher nicht in der Reichweite von Kindern aufgestellt werden.1 Dr. Georg Eckert, Pressesprecher im Berufsverband der Augenärzte (BVA), rät: „Wenn es doch einmal passiert, dass ein Kind mit dem Saft in Berührung kommt und sich mit den Händen anschließend die Augen reibt, dann sollte man ihm als Erste-Hilfe-Maßnahme schnellstmöglich die Augen mit klarem, fließendem Wasser ausspülen.“ Wie grundsätzlich bei Verletzungen dieses Sinnesorgans ist ein Besuch beim Augenarzt zusätzlich empfehlenswert, um eine dauerhafte Schädigung auszuschließen.

Was in der Weihnachtsdekoration noch das Zeug dazu hat, ins (Kinder-)Auge zu gehen:

Weihnachtsdeko
Das kann passieren:
Das rät der Augenarzt:
Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

Der Pflanzensaft dieses Wolfsmilchgewächses ist giftig und kann bei Kontakt die Augen schädigen.

Bei Kontakt sofort die Augen mit fließendem Wasser ausspülen, am besten vom Augenarzt kontrollieren lassen.

Christusdorn (Euphorbia milii)

Die Pflanze gehört ebenfalls zu den Wolfsmilchgewächsen. Wie beim Weihnachtsstern ist sowohl der Verzehr als auch der Hautkontakt schädlich.

Augen ausspülen, Augenarzt aufsuchen, ggf. Giftzentrale anrufen (z.B. Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW unter Tel. 0228-19240)

Engelshaar

Der Christbaumschmuck besteht aus harten Glasfasern, die entzündungsträchtige Mikroverletzungen des Hornhautepithel (oberste Schicht) hervorrufen können.

Aus der Reichweite von Kindern fern halten; bei Schmerzen nach Kontakt mit den Augen unbedingt Augenarzt aufsuchen.

Kerzen/heißes Wachs

Verbrennungen im Auge sind schmerzhaft und können Blasen verursachen; Gefahr der Erblindung; heißes Wachs kann v.a. die oberste Hornhautschicht beschädigen; Entzündungen und Narbenbildung sind möglich.

Sofort den Augenarzt aufsuchen, der eine Salbentherapie veranlassen kann; auf keinen Fall selbst in den Medikamentenschrank greifen!

Tannennadeln

Tannennadeln können kleine Verletzungen der Hornhaut bewirken.

Bei anhaltenden Schmerzen den Augenarzt aufsuchen.


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Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

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Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

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