Pressearchiv BVA 2006

Autofahren sicherer denn je - Dem Navi-System Auge wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet

Düsseldorf, den 02. November 2006 – Die jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes beweisen: Die Zahl der Verkehrstoten durch Pkws ist allein in den letzten drei Jahren um 25 Prozent zurückgegangen – trotz stetig wachsender Verkehrsdichte. Natürlich spielt die verbesserte sicherheitstechnische Ausstattung der Autos dabei eine Rolle; vor allem aber sprechen diese Daten für ein deutlich stärker ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein der Autofahrer. „Insbesondere ältere Autofahrer, die ohnehin nur seltener in schwere Unfälle verwickelt sind, werden sich zunehmend der Bedeutung ihres Sehvermögens bewusst“, beobachtet Dr. Uwe Kraffel, 1. Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte in seiner Praxis. „Das Sehvermögen und nicht allein die Sehschärfe entscheidet darüber, ob man einer gefährlichen Situation gewachsen ist, sie blitzartig erkennt und sicher reagiert.“ Die Unterscheidung zwischen Sehvermögen und Sehschärfe ist sehr wichtig, denn eine gute Sehschärfe mit oder ohne Brille reicht zum Lesen, nicht aber zum Autofahren. Als Autofahrer kann man sich also getrost die Zeit für den üblichen „Sehtest“ sparen. Das Sehvermögen ist die Gesamtleistung des Sehorgans, also des Auges und der zugehörigen Zentren im Gehirn. Nur die umfassende augenärztliche Untersuchung gibt Aufschluss über Sehen bei Dämmerung und im Dunkeln, Blendempfindlichkeit, Gesichtsfeld, die Zusammenarbeit beider Augen, das Farbensehen und die Fähigkeit,räumlich zu sehen.

Mit dem Tageslicht schwindet die Sehschärfe aber sie gewinnt an Bedeutung

Bei guten Lichtverhältnissen stellt das Autofahren keine besonders hohen Ansprüche an die Sehschärfe. Sie ist hauptsächlich gefordert, wenn es darum geht, richtungweisende Schilder zu lesen. Bei mangelnder Sehschärfe kann es natürlich vorkommen, dass man die Beschriftung nicht rechtzeitig entziffert und die „richtige“ Autobahnausfahrt verpasst. In der Dämmerung fällt jedoch die Sehschärfe drastisch ab: ungefähr auf die Hälfte und im Dunkeln muss man sogar mit etwa zehn Prozent seiner „normalen“ Tagessehschärfe auskommen. Dabei steigt nicht nur das Risiko, sich zu verfahren, weil man ein Hinweisschild nicht lesen kann, jetzt besteht die weitaus verhängnisvollere Gefahr, unvorhersehbare Hindernisse zuübersehen oder eine kritische Verkehrssituation nicht rechtzeitig zu erkennen.

Entscheidend für die Sicherheit am Steuer: lückenlos sehen

Hier wird der Unterschied zwischen Sehschärfe und peripherem Sehen deutlich; wer etwas nicht lesen kann, weiß es selber, wer wegen eines Gesichtsfelddefekts etwas übersieht, merkt das nicht bzw. nur die Folgen, wenn es zu spät ist. Gesichtsfeldausfälle entstehen und verschlimmern sich – wie die Augenkrankheiten, durch sie hervorgerufen werden, vom Betroffenen unbemerkt. „Das Gehirn ergänzt das unvollständige Bild, indem es das Nichts, die Lücke mit einem Puzzleteil aus seiner Erfahrung ausfüllt. Leider entspricht das aber im Straßenverkehr oft nicht der aktuellen Situation“, erklärt Dr. Kraffel dieses Phänomen. „Man sieht etwas, was nicht da ist und was da ist, sieht man nicht.“1 Quelle: Statistisches Bundesamt Juli 2006

Augen-TÜV beim Augenarzt bei Autofahrern immer beliebter

Die dunkle Jahreszeit bringt jedem Autofahrer erschwerende Verhältnisse. Nebel, oftmals Dauerdämmerung, blendendes Licht entgegenkommender Fahrzeuge oder die im Winterhalbjahr tiefer stehende Sonne sind selbst für Adleraugen eine Herausforderung. Doch lassen sich die meisten „Sichtbehinderungen“ zum Glück abmildern. Dabei kommt es allerdings darauf an, das bestmögliche Sehvermögen zu erreichen und dafür sorgt der Augenarzt.


Downloads

PDF Version

Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

Zum Seitenanfang