Pressearchiv BVA 2006

Natürliches Sehen durch Kontaktlinsen - Berufsverband der Augenärzte zeigt Vorteile der unsichtbaren Sehhilfen auf

Düsseldorf, 09. Mai 2006 - Viele Brillenträger würden sich für die Linse entscheiden, stünden da nicht immer noch die alten Vorurteile im Weg: Meine Augen sind zu empfindlich für die Linsen, die erforderlichen Hygienemaßnahmen sind zu kompliziert oder die kleinen Sehhilfen kann man zu leicht verlieren. „Solche Vorbehalte müssen heute für keinen mehr ein Hindernis sein“, betont Dr. Gerald Böhme, Leiter des Ressorts Kontaktlinsen beim Berufsverband der Augenärzte (BVA). Was gestern vielleicht noch stimmte, ist heute längst überholt. Vorteile für die Kontaktlinsen sind schnell ausgemacht: Sie beschlagen oder bespritzen nicht, verrutschen nicht beim Sport, der die Sicht behindernde Rand einer Brille fällt weg und das Gesichtsfeld ist größer. „Der Vorteil bei Kontaktlinsen gegenüber der Brille ist, dass die Patienten auch am Rand des Gesichtsfeldes scharf sehen können“, erklärt Dr. Böhme. Zusätzlich gibt es auch ästhetische Argumente für die Kontaktlinse: Im Gegensatz zur Brille bleibt mit Kontaktlinsen das eigene Aussehen unverändert. Allerdings: Nur der Augenarzt kann den Gesundheitszustand der Augen medizinisch beurteilen, um die Kontaktlinsen optimal anzupassen und dem Patienten die individuell beste Linse zu empfehlen. Das gesamte Leistungsspektrum von der medizinischen Beurteilung des Auges, der individuellen Auswahl der für den Patienten geeigneten Kontaktlinse, über die Anpassung bis zur regelmäßigen Kontrolle der Kontaktlinsen bietet nur der Augenarzt. Und das ist die Voraussetzung für jahrelanges, unbeschwertes Kontaktlinsentragen.

Innovative Diagnostik

Patienten, die sich natürliches Sehen und Aussehen wünschen, haben eine sehr große Chance, dass ihnen ihr Augenarzt den Wunsch erfüllen kann. Natürlich nimmt der Augenarzt vor der Verschreibung der Linsen eine gründliche augenärztliche Untersuchung vor. Neben der Qualität des Tränenfilms spielt besonders die Hornhaut eine große Rolle bei der Wahl der Art der Kontaktlinse. Die Forschung ist mittlerweile so weit, dass dem Augenarzt immer mehr Möglichkeiten bei der Kontaktlinsenverordnung offen stehen, auch in schwierigen Fällen. Durch präzise Messungen kann er die Hornhautoberfläche so genau erfassen, dass ihm selbst kleinste Unebenheiten nicht entgehen. „Die gewünschte Kontaktlinse kann so ganz genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden, was in den meisten Fällen auch bei jeder Art der Fehlsichtigkeit und unabhängig vom Alter möglich ist“, sagt Dr. Böhme. Besonders beim Sport sind Kontaktlinsenträger deutlich im Vorteil, denn sie verfügen über volle Bewegungsfreiheit und ein uneingeschränktes Gesichtsfeld.

Vorteil Kontaktlinse

Wenn sich der Patient mit seinen Linsen angefreundet hat, schlagen sie die Brille im Tragekomfort um Längen. Vor allem stark ausgeprägte Fehlsichtigkeiten lassen sich mit einer Brille nicht ohne Begleiterscheinungen korrigieren. Ein Teil der optischen Wirkung geht Brillenträgern nämlich verloren, da der Abstand zwischen dem Glas und dem Auge immerhin ca. 12 mm beträgt. Außerdem lässt es sich nicht vermeiden, dass Brillengläser sowohl bei Kurz- als auch bei Übersichtigkeit das Bild verkleinern bzw. vergrößern – und damit auch das Aussehen der eigenen Augenpartie für das Gegenüber verändern. „Kontaktlinsen dagegen korrigieren die Sehfehler ohne solche optischen Nebenwirkungen, da zwischen Linse und Auge nur der Tränenfilm liegt“, sagt Dr. Böhme. Und dieser Tränenfilm erhöht sogar die Wirkung und den Tragekomfort der Kontaktlinse, deren optisches Zentrum immer direkt auf der Pupille sitzt, denn die Linse wandert mit dem Blick und gewährleistet so stets ein natürliches Sehen.


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Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
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Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
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