Pressearchiv BVA 2008

Altersblindheit - jetzt behandelbar.

DÜSSELDORF – Die häufigste Ursache für Erblindung im Alter ist die AMD, die Altersbedingte Makula-Degeneration. Vor wenigen Jahren noch kaum behandelbar, gibt es jetzt für die aggressivere feuchte Form erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten. Augenärzte empfehlen aus diesem Grund ab dem 60. Lebensjahr Vorsorgeuntersuchungen, die mindestens alle zwei Jahre stattfinden sollten.

Ende August 2008 wurde die Aufklärungskampagne „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ in München der Presse vorgestellt. Kompetente Partner haben die Kampagne gemeinsam vorbereitet und ausgearbeitet: Das Bayerische Ministerium für Soziales, Frauen und Familie, der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), die Retinologische Gesellschaft, der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten Verband (DBSV), die Patientenvereinigung Pro Retina und Novartis Pharma.

Eine ganze Reihe von Risikofaktoren begünstigen die Entwicklung einer AMD: Rauchen, Übergewicht, übermäßige Belastung der Netzhaut mit UV-Licht sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die AMD ist die häufigste Ursache für den Bezug von Blindengeld in Deutschland. Da die Lebenserwartung der Bundesbürger deutlich gestiegen ist, sind heute weitaus mehr Menschen davon betroffen als in früheren Jahrzehnten.

Um so erfreulicher ist die Tatsache, dass die Erkrankung mittlerweile behandelbar ist: Während früher noch heroische Operationen durchgeführt wurden, um die Sehkraft wenigstens teilweise zu erhalten, kann man heute in sehr frühen Stadien durch Veränderungen der Lebensweise und durch Einnahme von Mikronährstoffen wirksam gegensteuern. Bei der fortgeschrittenen feuchten Form erfolgt die Behandlung in Form von Injektionen, die ein Fortschreiten der Erkrankung zuverlässig aufhalten. Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, BVA-Vorstandsmitglied und Direktor der Universitäts- Augenklinik Mainz, betont: „Wir sind sehr froh über die neuen therapeutischen Optionen zum Nutzen der Patienten.“ Dringend zu empfehlen sind daher die von Augenärzten angebotenen Vorsorgeuntersuchungen. Die Kosten für diese Untersuchung werden von den Kassen nicht bezahlt. Falls sich bei der Untersuchung herausstellt, dass die gefährliche feuchte AMD vorliegt, dann übernehmen mittlerweile fast alle Kassen die Kosten für die Behandlung.


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presse(at)augeninfo.de,
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