Pressearchiv BVA 2008

Ein einziges Symptom - viele mögliche Ursachen - Das „rote Auge“ ist für Augenärzte Anlass für eine komplexe Diagnostik

Düsseldorf 25.06.2008 – Viele Menschen verstehen ihr Auge als wertvolles, vielleicht als ihr wertvollstes Sinnesorgan. Auf eine ganze Reihe von äußeren schädlichen Einflüssen kann sich das Auge nur mit wenigen Symptomen wehren: Es kann sich röten, eventuell Schmerzen bereiten – oft aber auch nicht – oder mit einer Sehminderung reagieren. Das Symptom „rotes Auge“ ist für den erfahrenen Augenarzt regelmäßig Anlass für komplexe Diagnostik. Ohne genaue Kenntnis der Ursache irgendwelche Augentropfen zu verwenden ist geradezu fahrlässig – Komplikationen sind vorprogrammiert.

Die Ursache für ein „rotes Auge“ ist selten banal: In aller Regel sind Störungen erkennbar. Häufig sind Veränderungen des Tränenfilmes ursächlich, entweder ist die Menge des Tränenfilmes nicht ausreichend oder dessen Zusammensetzung nicht optimal. Ganz anders zu behandeln sind Infektionen mit Viren oder Bakterien. Aber auch Einsprengungen von Fremdkörpern oder Entzündungen der tiefen Augenabschnitte oder sogar ein akuter Glaukomanfall führen zum Bild des „roten Auges“. Völlig unterschiedliche Ursachen bewirken ein Erscheinungsbild, das auf den ersten Blick annähernd gleich aussieht. Auch der Augenarzt kann häufig nur mit dem Spaltlampenmikroskop die korrekte Diagnose stellen.

Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass immer dann besonders erfolgreich behandelt werden kann, wenn die Ursache des „roten Auges“ festgestellt wird: Einen Fremdkörper kann der Augenarzt entfernen, bei Krankheitskeimen die diese Erreger abtötenden Medikamente verordnen, den Tränenfilm mit speziellen Augentropfen optimieren, ein Glaukom erfolgreich einstellen.

Mit zunehmendem Lebensalter finden sich gerötete Augen häufiger, und auch typische Erkrankungen wie die oben genannten kommen dann öfters vor. Dieses Symptom sollten Patienten zum Anlass für eine augenärztliche Untersuchung nehmen und dann auch die im höheren Lebensalter angebrachten Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen bzgl. Glaukom oder der häufigsten Ursache für schwere Sehminderungen, der Altersabhängigen Makuladegeneration.

Die schnellste und beste Abhilfe wird durch den erfahrenen und kompetenten Augenarzt geschaffen. Nur Augenärzte können aufgrund ihrer Kenntnisse und der ihnen zur Verfügung stehenden diagnostischen Möglichkeiten, zu denen auch eine technische Geräteausstattung zählt, banale von sehr bedrohlichen Ursachen des „roten Auges“ unterscheiden und eine erfolgreiche Behandlung einleiten.

„Augenärzte klären seit Jahrzehnten über den fehlenden Nutzen von so genannten weiß machenden Augentropfen auf, die noch heute die am häufigsten zur Selbstmedikation in Apotheken abgegeben Augentropfen sind. Ein Ersatz dieser Tropfen durch Tränenersatzflüssigkeiten löst aber nicht das Problem einer zu spät einsetzenden gezielten Behandlung durch den Augenarzt“, stellt Dr. Klaus Heckmann, stellvertretender Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) klar: „Es gilt der Grundsatz, dass ohne Diagnose jede Behandlung falsch sein kann.“


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presse(at)augeninfo.de,
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