Pressearchiv BVA 2009

Lautstarker Protest der Augenärzte - Demonstration in Mainz mit 300 Teilnehmern

MAINZ 18.05.2009 – Die augenärztliche Grundpauschale muss deutlich steigen. Nur so lässt sich die moderne, wohnortnahe augenärztliche Versorgung aller Patienten erhalten. Das machten rund 300 Augenärzte und ihre Mitarbeiter heute Morgen vor der Rheingoldhalle in Mainz unüberhörbar klar.

Die Delegierten, die zur Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) kamen, sahen sich auf dem Weg in den Versammlungssaal mit dem Protest gegen die ruinöse Honorierung der augenärztlichen Grundversorgung konfrontiert: Die Honorare aus der gesetzlichen Krankenversicherung decken nicht einmal die Praxiskosten und treiben die Augenärzte in die Insolvenz. Augenärzte, die nicht operativ tätig sind, können über das viel zu niedrige Regelleistungsvolumen hinaus fast keine Leistungen abrechnen, sodass die Honorare für die Untersuchungen der Kassenpatienten kaum die Kosten der Praxis decken und kein augenärztliches Honorar ermöglichen. „Die Folge ist eine brutale Ausdünnung der augenärztlichen Basisversorgung“, machten die Augenärzte den Delegierten auf dem Weg in die Rheingoldhalle klar. KBV, KVen, Krankenkassen und die Politik blieben wider besseres Wissen und entgegen aller früheren Versprechungen passiv.

Die Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz des Berufsverbands der Augenärzte hatten zu der Demonstration aufgerufen. Auf Plakaten und Transparenten warnten die rund 300 Teilnehmer vor der „augenarztfreien Zone“ Deutschland und vor dem „Aus“ für die Augenheilkunde. Sie forderten von KBV, KVen, Krankenkassen und Gesundheitsministerium ein klares Bekenntnis zur Existenzsicherung der Praxen und der Arbeitsplätze in der Augenheilkunde. Die Vorsitzenden der Landesverbände Dr. med. Klaus Heckmann (Hessen) und Dr. med. Bernhard Schickel (Rheinland-Pfalz) sprachen ebenso wie der Bundesvorsitzende Prof. Dr. med. Bernd Bertram und aufgebrachte Mitglieder einzelne KBV-Delegierte und auch den KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler persönlich an und forderten eine erhebliche Verbesserung der Honorare für die 30 Millionen Quartalsfälle, die niedergelassene Augenärzte in Deutschland betreuen. Die Botschaft fand Gehör: Dr. Andreas Hellmann, der Vorsitzende der KBV-Vertreterversammlung, sagte, den Protest der Augenärzte müsse man ernst nehmen.

 


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