Pressearchiv BVA 2009

BVA-Kongress Kontaktlinsen und trockenes Auge - Die richtige Linse bei Trockenen Augen.

Wiesbaden, 9. Mai 2009 – Trockene Augen sind eine charakteristische Zivilisationskrankheit unserer Zeit. Luftverschmutzung, Arbeit in durch Heizung oder Klimaanlage ausgetrockneten Büroräumen, lange Autofahrten und nicht zuletzt die zunehmenden beruflichen oder privaten Bildschirmarbeiten, die zu einem reduzierten Lidschlag führen, tragen dazu bei. Werden diese schon vorbelasteten Augen zusätzlich noch durch Kontaktlinsen strapaziert, sind Probleme vorprogrammiert. Doch Augenärzte können Abhilfe schaffen.

Kontaktlinsen können fast jede Fehlsichtigkeit korrigieren. Natürliches Sehen ohne störendes Brillengestell motiviert viele Menschen, Kontaktlinsen zu tragen. Dabei wird gern übersehen, dass jede Kontaktlinse den Tränenfilm und damit den Stoffwechsel an der Augenoberfläche beeinflusst. Erst wenn Beschwerden auftreten, wenn der Kontaktlinsenträger verschwommen sieht, wenn die Augen brennen oder die Bindehaut rot wird, geht er zum Augenarzt.

Der Augenarzt wird den Hintergrund der Beschwerden genau abklären: Er fragt gezielt nach den Beschwerden und den allgemeinen Umständen, er untersucht die Augen und schließt dabei andere Augenerkrankungen aus. Zur Untersuchung gehört auch die Überprüfung der Tränenfunktion und die Messung der Tränenproduktion.

Abhilfe schaffen speziell für trockene Augen geeignete Kontaktlinsenmaterialien mit geringerem Wassergehalt oder besserem Wasserbindungsvermögen. Der Patient sollte die Tragezeiten an die Bedürfnisse der Augen anpassen, z.B. in der Mittagszeit eine Tragepause einlegen. Die Auswahl geeigneter Kontaktlinsen-Pflegemittel und eine sorgfältige Kontaktlinsenhygiene verbessern die Ausgangslage außerdem. Zusätzlich können für Kontaktlinsen geeignete Augentropfen, die die Gleitfähigkeit des Tränenfilms verbessern, den Tragekomfort steigern und die mögliche Tragedauer verlängern. Diese Tropfen sollten jedoch keine Konservierungsmittel enthalten, die ihrerseits den Tränenfilm verschlechtern. Der Augenarzt kann nach eingehender Untersuchung entscheiden, welches Mittel im Einzelfall für die betroffenen Augen am besten ist.


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