Pressearchiv BVA 2009

BVA-Kongress Kontaktlinsen und trockenes Auge - Für Kinder nur die besten Linsen.

Wiesbaden, 9. Mai 2009 – Kontaktlinsen sind gerade auch für Kinder eine gute Möglichkeit, Sehfehler auszugleichen. Sie ermöglichen ein besonders gutes Sehvermögen und sind in vielen Punkten der Brille überlegen. Die Kontaktlinsen, die Kinder und Jugendliche tragen, müssen besonders sicher sein: Sie sollten möglichst selten Komplikationen verursachen, müssen präzise angepasst werden und von höchster Qualität sein.

In augenärztlichen Praxen ist seit Jahren eine steigende Nachfrage nach Kontaktlinsen für Kinder und Jugendliche zu beobachten. Dieser Trend ist positiv zu sehen – die Vorteile der Kontaktlinse, die in vielen Nachbarländern schon längst geschätzt werden, setzen sich nun auch in Deutschland durch. Doch leider steigt auch der Trend zu Billiglinsen aus weichen Materialien, die ohne fachärztliche Untersuchung der Augen und ohne fachgerechte Anpassung gekauft werden.

Gerade diese weichen Billiglinsen sind für mehr als drei Viertel der Komplikationen an den Augen verantwortlich. Das haben Untersuchungen des Ressorts Kontaktlinsen im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) ergeben. Nur drei Prozent der Patienten, die wegen Kontaktlinsen-Komplikationen zum Augenarzt kamen, trugen hingegen formstabile Kontaktlinsen. Sie sind besonders sicher.

Der BVA hat deshalb im Jahr 2005 das „Junior-Projekt“ ins Leben gerufen. Ziel war es, Kinder mit individuell angepassten, höchst sauerstoffdurchlässigen, formstabilen Kontaktlinsen zu versorgen. Eine bundesweite Studie, deren Ergebnisse Dr. med. Dorothea Kuhn beim BVA-Kongress „Kontaktlinsen und Trockenes Auge“ am 9. Mai in Wiesbaden vorstellt, untersuchte den Erfolg des Projekts.

Die Studie zeigte, dass die augenärztliche Kontaktlinsenanpassung bei Kindern dann erfolgreich ist, wenn die Betreuung stimmt. Neben der sorgfältigen Anpassung spielt die Aufklärung über die Handhabung und die Hygiene eine besonders große Rolle. Entscheidend für den Erfolg sind zudem konsequente Nachkontrollen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Probleme zu vermeiden.

Der „AHA-Effekt“, der sich einstellt, wenn die Kinder von einem Moment zum anderen gut sehen, verdrängt in den meisten Fällen das anfängliche Fremdkörpergefühl. Die Kinder gewöhnen sich schnell an den neuen Sehkomfort. Im Rahmen der Studie lernten sie unter exakter Anleitung schnell, die Linsen selbst einzusetzen und herauszunehmen sowie die erforderlichen Hygienemaßnahmen selbst auszuführen. Eine gewisse Reife ist allerdings Voraussetzung, um sicherzustellen, dass das Kind seine Kontaktlinsen nach dem Tragen selbständig reinigt und desinfiziert. Zusätzlich beziehen Augenärzte immer die Eltern mit ein, wenn ihre Kinder Kontaktlinsen erhalten.


Downloads

PDF Version

Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

Zum Seitenanfang