Hornhauttransplantation (Keratoplastik)

Die erste Hornhautverpflanzung bei der das Transplantat mehr als ein Jahr lang klar blieb, führte der Wiener Augenarzt Eduard Zirm 1905 durch. Heute ist die Keratoplastik die weltweit am häufigsten ausgeführte Gewebetransplantation. Neben der traditionellen perforierenden Keratoplastik, bei der die erkrankte Hornhaut komplett durch Spendergewebe ersetzt wird, gewinnen seit einigen Jahren so genannte lamelläre Techniken an Bedeutung, bei der nur einzelne Hornhautschichten ersetzt werden. Die Sektion Kornea in der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erhebt seit dem Jahr 2000 regelmäßig Zahlen über Hornhauttransplantationen in Deutschland.

Anzahl der im Deutschen Keratoplastikregister der Sektion Kornea in der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) vermerkten Hornhauttransplantationen in den vergangenen Jahren:

2013: 

5244

2012: 

5084

2011: 

4533

2010: 

4030

Die Hornhauttransplantation war wegen der folgenden Diagnosen notwendig:

Diagnose 

absolute Zahl

in Prozent

Fuchs Dystrophie*

1692

35,3%

Re-Keratoplastik

665

13,9%

Endotheldekompensation**

631

13,2%

Keratokonus***

518

10,8%

Hornhautnarben

387

8,1%

Andere

898

18,7%

*     Bei dieser vererbbaren Krankheit sterben die Endothelzellen auf der Innenseite der Hornhaut ab. Ihre Aufgabe, Wasser aus der Hornhaut in die Vorderkammer abzupumpen, geht verloren – die Hornhaut quillt, wird trübe, die oberste Zellschicht, das Epithel hebt sich ab.
**   Funktionsverlust des Hornhautendothels aufgrund anderer Ursachen
*** Krankhafte Vorwölbung und Ausdünnung der Hornhaut

Anteile der verschiedenen Transplantationstechniken an der Gesamtzahl der Keratoplastiken in Prozent:

Jahr

perforierende
Keratoplastik   

 anteriore lamelläre
 Keratoplastik     

posteriore lamelläre
Keratoplastik

2013    

52,1% 

4,4%

43,5%

2012   

61,4%

4,6%

34,0%

2011    

63,9%

6,6%

29,5%

2010    

80,4%

4,4%

15,2%

Auf der Warteliste für eine Keratoplastik standen

Zum 31.12.2013

3163 Patienten

Zum 31.12.2012 

2744 Patienten

Zum 31.11.2011 

1892 Patienten

Die Entnahme der Hornhaut bei einem Organspender ist bis zu 72 Stunden nach dem Tod möglich.


Kontaktadresse für Ihre Fragen und Wünsche:
BVA Pressereferat, Dr. Georg Eckert
presse(at)augeninfo.de

Zum Seitenanfang