Pressemitteilung

06.09.2011

Wenn die Brille nicht mehr weiterhilft

Sehverschlechterungen auf den Grund gehen

DÜSSELDORF 06.09.2011 – „Ich habe doch erst vor ein paar Monaten eine neue Brille bekommen.“ Solche Erklärungen hören Augenärzte häufig, wenn Patienten sich über schwindende Sehkraft beklagen. Dabei steckt hinter einer Sehverschlechterung oft mehr als ein mangelhafter Ausgleich eines Sehfehlers.

Der Sehtest, wie ihn auch Optiker anbieten, ist nicht zu verwechseln mit einer fachärztlichen Augenuntersuchung, bei der nach einer eventuell bestehenden Krankheit geforscht wird. Bei einem Sehtest wird abgeklärt, welche Brechkraft das Auge hat und ob für eine optimale Fern- oder Nahsicht gegebenenfalls eine Sehhilfe nötig ist. Dabei bleiben wichtige die Augengesundheit betreffende Fragen außen vor: Ist die Hornhaut gesund? Gibt es Probleme mit einer Linsentrübung? Sind der Sehnerv und die Netzhaut in Ordnung? Das alles kann nur der Augenarzt beurteilen. „Jede Sehminderung sollte deshalb zunächst beim Augenarzt abgeklärt werden“, betont Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. „Denn Augenärzte sind heute nicht nur in der Lage, krankhafte Veränderungen am Auge sehr frühzeitig zu erkennen, sondern sie können sie in den meisten Fällen auch erfolgreich behandeln. Damit bietet die augenärztliche Untersuchung gegenüber dem reinen Sehtest einen erheblichen Zusatznutzen.“

Die häufigsten Augenkrankheiten

Viele Krankheiten können das Sehvermögen bedrohen. Zu den häufigsten Erblindungsursachen in Deutschland zählen die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star) und die diabetische Retinopathie. Für diese Krankheiten gibt es im frühen Stadium gute Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist, dass die Patienten die Möglichkeiten der Früherkennung nutzen. Häufig tritt im fortgeschrittenen Alter auch die Katarakt (Grauer Star) auf, eine Linsentrübung, die mit einer Operation geheilt werden kann. Störungen des Tränenfilms sorgen für ein Trockenes Auge, das ebenfalls für ernste Beschwerden verantwortlich sein kann.

Moderne Diagnostik

Augenärzte untersuchen das Auge zunächst an ihrem Spezialmikroskop, der Spaltlampe. Bei Bedarf stehen weitere Geräte bis hin zu computergestützter High-Tech-Diagnostik zur Verfügung. Den Sehtest mit Brillenglasbestimmung machen sie natürlich ebenfalls. So gehen die Patienten sicher, dass mit ihren Augen alles in Ordnung ist. Der Berufsverband der Augenärzte empfiehlt allen Menschen ab einem Alter von 40 Jahren regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen, um das Sehvermögen bedrohende Krankheiten rechtzeitig zu entdecken.

Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2011

Was alles möglich ist, um Augenkrankheiten frühzeitig aufzudecken, das kann man bundesweit bei Veranstaltungen zur Woche des Sehens erfahren, die bereits zum zehnten Mal vom 8. bis 15. Oktober 2011 stattfindet. „Sehen, was geht!“ ist das diesjährige Thema. Seit dem Jahr 2002 hebt die Woche des Sehens mit vielfältigen Aktionen bundesweit die Bedeutung guten Sehvermögens hervor und klärt über die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und in den so genannten Entwicklungsländern auf. Schirmherrin der Aktionswoche ist im dritten Jahr in Folge die Fernsehjournalistin Gundula Gause. Getragen wird die Aufklärungskampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird die Woche des Sehens von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG. www.woche-des-sehens.de


Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

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