Pressemitteilung

29.01.2013

Volkskrankheiten in der Augenheilkunde

Fortbildungstagung vom 26. Februar bis 2. März in Düsseldorf

DÜSSELDORF 29.01.2013 – So klein das Auge auch ist: Wird es krank, dann sind wir in unserem täglichen Leben stark eingeschränkt. Augenkrankheiten sind häufig und nahezu jeder Mensch bekommt früher oder später damit zu tun. Welche Volkskrankheiten in der Augenheilkunde im Vordergrund stehen und was Augenärzte tun können, um das Sehen zu erhalten, damit befasst sich die Augenärztliche Akademie Deutschland vom 26. Februar bis zum 2. März in Düsseldorf.

Die meisten Volkskrankheiten in der Augenheilkunde sind Krankheiten des Alters: Der Graue Star (Katarakt), der grüne Star (Glaukom), die Altersbedingte Makuladegeneration und auch die diabetische Netzhauterkrankung. Sie beginnen schleichend, mitunter sogar gänzlich ohne Symptome; doch unbehandelt führen sie zur Erblindung. Andere Volkskrankheiten wie das Trockene Auge gefährden zwar das Sehvermögen nicht unmittelbar, sie beeinträchtigen das Wohlbefinden aber sehr stark. Auch Fehlsichtigkeiten sind sehr weit verbreitet: Fast zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland benötigen eine Sehhilfe. Bei weit verbreiteten Allgemeinerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck können Augenärzte einen wertvollen diagnostischen Beitrag leisten, denn die Veränderungen von Blutgefäßen im Auge lässt einen Rückschluss auf den Zustand der Blutgefäße im ganzen Körper zu.

Bedeutung der Augenheilkunde wird zunehmen

„Die Augenheilkunde ist nach der Gynäkologie das Gebiet im Facharztbereich, das am häufigsten von der Bevölkerung in Anspruch genommen wird.“ Prof. Dr. med. Bernd Bertram, der erste Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) macht im Vorfeld der Tagung deutlich, dass sich dieser Trend zur Inanspruchnahme augenärztlicher Leistungen in den nächsten Jahren noch verstärken wird: „Durch die demographische Entwicklung steigt die Bedeutung der Augenvolkskrankheiten, die ohne zeitige Erkennung und richtige Behandlung häufig zur Erblindung führen, noch weiter.“ Prof. Dr. med. Anselm Kampik, der Generalsekretär der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) betont den gesundheitspolitischen Aspekt des Kongressthemas: „Es ist erstaunlich, dass viele die Existenz von Volkskrankheiten in der Augenheilkunde nicht erkennen. Im Gegensatz zu anderen Ländern wird in Deutschland die Bedeutung der Augenheilkunde nicht genügend wahrgenommen.“

Fortbildung auf dem neuesten Stand des Wissens

Wie Augenärzte die das Sehen beeinträchtigenden oder gar bedrohenden Volkskrankheiten schon in sehr frühen Stadien sicher diagnostizieren und mit welchen Behandlungsstrategien sie ihren Patienten helfen können, darüber werden sie sich vom 26. Februar bis zum 2. März im Congress Center Düsseldorf (CCD) bei der 14. Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) austauschen. Rund 5000 Tagungsteilnehmer werden erwartet. Die AAD, gemeinsam organisiert von DOG und BVA, ist die größte augenärztliche Fortbildungstagung im deutschsprachigen Raum und bringt niedergelassene und klinisch tätige Augenärzte seit dem Jahr 2000 regelmäßig auf den neuesten Stand des Wissens.

Patientensymposien

Zum Kongressauftakt finden am 26. Februar zwei Veranstaltungen für Patienten statt: Die PRO RETINA Deutschland e.V. befasst sich mit dem Thema „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke: Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?“. Parallel dazu findet eine Patientenveranstaltung mit dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung statt.


Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

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