Pressemitteilung

16.11.2010

So gehen Sie sicher, dass nichts ins Auge geht

Augenärzte raten: Schutzbrillen sind für Heimwerker ein Muss

DÜSSELDORF 16.11.2010 – Heimwerker sind unermüdlich: Sie tischlern, renovieren und dekorieren mit großer Sorgfalt, um Haus und Heim zu verschönern. Auf seine Gesundheit achtet ein gewiefter Heimwerker dabei ebenso sorgfältig wie auf die Qualität seiner Arbeit. Der Berufsverband der Augenärzte betont insbesondere, wie wichtig der Schutz der Augen ist.

„Schutzbrillen sind das A und O des Augenschutzes“, betont Dr. med. Georg Eckert Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands. Herumfliegende Holz- oder Metallspäne, Staub oder auch Zementspritzer können so am besten von der empfindlichen Augenoberfläche ferngehalten werden. Eine britische Umfrage ergab allerdings, dass 89 Prozent der Menschen, die zu Hause mit handwerklichen Tätigkeiten befasst sind, keine Schutzbrillen tragen. „Man hat doch nur zwei Augen“, argumentiert Dr. Eckert, „deren Gesundheit man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollte“. Beim Kauf einer Schutzbrille sollte man auf die Kennzeichnung nach DIN EN 166 achten. Die Schutzbrillen bestehen meist aus Kunststoff und schließen rund um die Augen dicht ab bis auf definierte Belüftungsöffnungen. „Normale Brillen oder Kontaktlinsen stellen keinen ausreichenden Schutz dar“, betont Dr. Eckert.

Was tun, wenn Fremdkörper doch ins Auge geraten?

Wird ein Auge bei der Arbeit doch verletzt, rät Dr. Eckert zunächst zu Besonnenheit. Keinesfalls sollte man am Auge reiben oder versuchen, Fremdkörper selbst zu entfernen. Ein Augenarzt sollte die Verletzung beurteilen, denn das Ausmaß des Schadens wird von Laien oft über- oder auch unterschätzt. So können bei der Arbeit mit Hammer und Meißel winzige Fremdkörper ins Auge gelangen, die zunächst kaum wahrgenommen werden. „Viele Patienten gehen, wenn das Auge dann doch rot wird, zunächst zum Hausarzt, der sie dann wegen einer vermeintlichen Bindehautentzündung behandelt“, hat Dr. Eckert beobachtet. „Es kann dann in der Folge zu einer Entzündung des Auges kommen, die im schlimmsten Falle zum Verlust des Auges führt. Nur an seinem Spezialmikroskop, der Spaltlampe, kann der Augenarzt die Fremdkörper erkennen.“

Bei Verätzungen Auge sofort spülen

Geraten ätzende Substanzen an die Augenoberfläche, dann ist schnelle Hilfe notwendig: Ätzende Flüssigkeiten sollten aus dem Auge gespült werden. Erfahrene Heimwerker haben deshalb eine sterile Spüllösung, die in Apotheken zu bekommen ist, zur Hand. Wenn die nicht verfügbar ist, greift man zu Leitungswasser, zur Not sogar zu Cola oder Bier, wenn nichts anderes da ist. Dann heißt es, auf dem schnellsten Wege einen Augenarzt aufsuchen, der die Behandlung des Auges fortsetzt.


Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

Zum Seitenanfang