Pressemitteilung

18.06.2014

Kopfschmerzen können vom Auge ausgehen

Viele mögliche Ursachen von der Bildschirmarbeit bis zum Glaukomanfall

DÜSSELDORF 18.06.2013 – Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wie häufig das Auge ursächlich an der Entstehung von Kopfschmerzen beteiligt ist, wird leicht unterschätzt.

Eine Erkrankung des Auges, der Augenlider, des Tränenapparats oder der Augenhöhle ruft häufig Schmerzen hervor, die in die Umgebung ausstrahlen und dann als Stirn-, Schläfen- oder gar Zahnschmerzen wahrgenommen werden, so dass die korrekte Diagnose der zugrundeliegenden Krankheit erschwert wird. „Dennoch sollte immer an eine mögliche Beteiligung des Auges gedacht werden, denn beispielsweise beim seltenen Glaukomanfall ist eine rasche Behandlung dringend notwendig, um die drohenden Erblindung des Auges zu verhindern“, sagt Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA).

Viele Nervenfasern in der Nähe des Auges

In der Umgebung des Auges finden sich besonders viele und sehr schmerzempfindliche Nervenfasern. Ausgehend vom ersten Ast des fünften Hirnnervs versorgen die Ziliarnerven das Auge. Werden sie gereizt, kann dies auch auf andere Äste des fünften Hirnnervs oder die sehr schmerzempfindlichen Hirnhäute weitergeleitet werden.

Ursachen für augenbedingte Kopfschmerzen

Augenbedingte Kopfschmerzen entstehen mitunter

-       bei entzündlichen Erkrankungen der Lider, der Tränendrüse, des Tränensacks und der Augenhöhle,

-       bei Entzündungen der vorderen Abschnitte des Augapfels, vor allem der Leder-, Horn- und Regenbogenhaut,

-       bei einem plötzlichen Anstieg des Augeninnendrucks (akuter Glaukomanfall),

-       bei so genannten Asthenopien.

Asthenopische Beschwerden

Besonders häufig führen Asthenopien zu Kopfschmerzen, die durch eine starke Beanspruchung der Augen hervorgerufen werden. Andauernde Bildschirmarbeit, generell lange Naharbeit, unzureichende Beleuchtung oder auch zu intensives Licht (Blendung) können dazu beitragen, aber auch eine nicht ausreichend korrigierte Fehlsichtigkeit.

„Bei der Abklärung von Kopfschmerzen kann deshalb eine Untersuchung beim Augenarzt dringend notwendig sein, um eine ernsthafte, möglicherweise das Augenlicht bedrohende Augenkrankheit auszuschließen“, rät Dr. Eckert. Zudem trägt eine auf die individuellen Ansprüche angepasste Sehhilfe dazu bei, asthenopische Beschwerden zu vermeiden.

Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2014

„Gute Aussichten“ – so heißt das Thema der diesjährigen Woche des Sehens unter der Schirmherrschaft der Fernsehjournalistin Gundula Gause. Blindheit zu verstehen und zu verhüten sind die Ziele der bundesweiten Kampagne. Getragen wird sie von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Seit 2002 informiert die Aktionswoche mit Hilfe vielfältiger Veranstaltungen über die Bedeutung guten Sehvermögens und klärt über die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und den Entwicklungsländern auf. Unterstützt wird sie dabei von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG. Weitere Informationen finden Sie auf www.facebook.com/WochedesSehens oder www.woche-des-sehens.de.


Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
presse(at)augeninfo.de,
www.augeninfo.de

Zum Seitenanfang