Pressemitteilung

11.02.2014

Kontaktlinsen und Karneval

Augenärztin gibt Tipps für die tollen Tage

DÜSSELDORF 11.02.2013 – Kontaktlinsen und Karnevalsschminke – das passt gut zusammen, wenn die Jecken und Narren einige Tipps berücksichtigen. Dr. med. Dorothea Kuhn, Leiterin des Ressorts Kontaktlinsen im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) gibt einige Hinweise, worauf zu achten ist. 

Tragedauer beachten: Kontaktlinsenträger, die sich ins närrische Treiben stürzen, sollten prüfen, ob ihre Linsen für lange Tragedauern, eventuell sogar für das Tragen über Nacht geeignet sind. Handelt es sich um Linsen fürs reine Tagestragen, sollten die Narren darauf achten, die Linsen nicht zu lange im Auge zu lassen. „Überlanges Tragen von nicht dafür geeigneten Linsen führt regelmäßig zu einem deutlichen Sauerstoffdefizit in der Hornhaut“, erläutert Dr. Kuhn. „Die Hornhaut schwillt an, damit kommt es zu einer Sehverschlechterung.“ Gravierender noch: „Es entsteht eine feuchte Kammer unter der Linse - ähnlich einem Brutkasten – und damit steigt das Risiko von Infektionen der Hornhaut.“

Auf exakte Hygiene achten: Die Hände sollten vor jedem Einsetzen oder Herausnehmen der Linsen gründlich gewaschen werden, das Kontaktlinsenpflegemittel ist täglich zu erneuern. Die Linsen müssen immer manuell gereinigt werden, auch um Kosmetikareste zu entfernen.

Beim Schminken helfen folgen Tipps: Zuerst die Kontaktlinsen einsetzen, dann Creme-Lidschatten, flüssigen Eyeliner oder Kajalstift nur außerhalb der Wimpernreihe auftragen. Sonst verstopfen die Kosmetika die Ausführungsgänge der Lidranddrüsen und diese können sich entzünden – es kann dann zu Gerstenkörnern oder geröteten Lidern kommen. Vor dem Abschminken ist es wichtig, zuerst die Linsen aus dem Auge zu entfernen.

Wenn sich die Linsen nicht entfernen lassen: Sollten die Linsen nach einer langen Nacht auf der Augenoberfläche haften und schwer entfernbar sein, helfen sterile Tränenersatzmittel, die mehrmals  ins Auge getropft werden sollten, um die ausgetrockneten Linsen zu befeuchten. Dann sind die kleinen Sehhilfen wieder elastisch und können leicht von den Augen entfernt werden.

Bei Fun- oder Crazylinsen ist Vorsicht geboten

Gerade zu Karneval sind Fun- oder Crazylinsen beliebt, um die Augen zum Kostüm passend zu verändern. Doch diese Linsen, die mit auffälligen Farben oder Mustern versehen sind, haben nur eine extrem geringe Sauerstoffdurchlässigkeit, weil die Poren der Linsen durch die Farbe verklebt sind. „Daher besteht für die Hornhaut quasi Erstickungsgefahr“, erklärt die Kontaktlinsenexpertin. Deshalb sollten diese Kontaktlinsen wirklich nur für kurze Zeit getragen werden. Außerdem haben sie meist eine nur sehr kleine künstliche Pupille, die bei den Crazylinsen auch noch eine besondere Form hat, beispielsweise die schlitzförmige Pupille einer Katze. Mit diesen Linsen hat man ein trichterförmig eingeschränktes Gesichtsfeld, das eine erhöhte Gefährdung im Straßenverkehr mit sich bringt.

Beratung vom Spezialisten

Eine Untersuchung und Beratung durch einen Augenarzt schafft Klarheit, welche Kontaktlinsen im individuellen Fall geeignet sind und auch an den tollen Tagen Durchblick verschaffen, ohne dass ihr Träger seine Augen gefährdet.


Herausgeber:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert,
Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf,
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