3D – Sehen in der dritten Dimension

Zum Greifen nahe – 3D eröffnet den Blick in die dritte Dimension. So erwecken beispielsweise 3D-Filme den Eindruck, als würde sich die Handlung auf der Leinwand direkt im Raum abspielen. Allerdings: Nicht jeder kann das 3D-Vergnügen tatsächlich wahrnehmen.

Blick in einen Kinosaal mit jungen Menschen, die alle eine 3D-Brille tragen und auf die Leinwand schauen.
Nicht jeder kann das 3D-Vergnügen genießen.

In seltenen Fällen kann es beim Betrachten eines 3D-Filmes zu Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl kommen. Ursachen hierfür können versteckte (latente) Schielabweichungen sein oder eine nicht optimal korrigierte Fehlsichtigkeit – dann hilft eine neu angepasste Brille eventuell schon weiter. Allerdings ist es vor der Investition sinnvoll zu prüfen, ob man das 3D-Vergnügen überhaupt wahrnehmen kann. Denn rund fünf Prozent der Bevölkerung, also schätzungsweise rund vier Millionen Menschen in Deutschland, sehen die Welt nur in zwei Dimensionen.

Wie funktioniert räumliches Sehen?

Wir sehen ein Objekt mit dem rechten und mit dem linken Auge aus jeweils gering unterschiedlichen Blickwinkeln. Aus diesen beiden Bildern entsteht in der Sehrinde – einem für das Sehen wichtigen Teil des Gehirns – die räumliche Wahrnehmung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Augenbewegungen optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Blickachsen beider Augen müssen stets auf denselben Punkt gerichtet sein. Schon kleine Abweichungen der Blickachsen oder leichte Fehlsichtigkeiten sorgen dafür, dass die Verschmelzung (Fusion) der beiden Bilder misslingt.

Vor dem dritten Geburtstag zum Augenarzt

Bereits in der frühen Kindheit entwickelt sich das Zusammenspiel von Augen und Gehirn und damit die Fähigkeit zum räumlichen Sehen. Werden Sehfehler zu diesem Zeitpunkt nicht behandelt, besteht zudem die Gefahr einer lebenslangen einseitigen Sehschwäche. Mit einer frühzeitigen Kotrolluntersuchung beim Augenarzt können Eltern sicherstellen, dass sich das Sehvermögen ihres Kindes normal entwickelt.