Katarakt (Grauer Star)

Beim Grauen Star oder Katarakt  bemerken viele Patienten einen leichten Schleier, der mit der Zeit immer dichter wird. Oft nimmt auch die Blendungsempfindlichkeit zu und das Kontrastempfinden ab. Wenn sich die anfängliche leichte Linsentrübung verdichtet und sich das Sehen deutlich verschlechtert, ist eine Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit.

Die Staroperation zählt heute weltweit zu den häufigsten Operationen überhaupt und führt – wenn der Graue Star die alleinige Augenerkrankung ist – mit äußerst geringer Belastung für den Patienten und in aller Regel schmerzlos – wieder zu einer Verbesserung der Sehfunktion.

Die Vermessung des Auges vor einer Operation des Grauen Stars mittels Ultraschall verläuft schnell und berührungsfrei.
Voruntersuchung zur Kataraktoperation

Heutzutage kann man die komplizierenden Faktoren einer solchen Operation des grauen Stars präoperativ untersuchen. Vor der Augenoperation sollte die Hornhautsituation  (Endothelzellen) untersucht werden. Der operative Eingriff am Auge kann bei Vorschädigung der Hornhaut zu einem nicht perfekten Sehergebnis führen. Mit dem besonderen Endothelmikroskop werden deshalb vor der anstehenden Operation die Zellen gezählt und die Struktur computergestützt ausgewertet. So lassen sich frühzeitig Veränderungen feststellen und behandeln. Die Operationstechnik kann dann ggf. individuell an das Patientenauge angepasst werden.

Auch eine Funktionseinschränkung der Makula kann vor der Operation mittels einer OCT-Untersuchung weitgehend ausgeschlossen werden.

Um eine möglichst genaue Berechnung der Intraokularlinse, die bei der Operation in das Auge eingepflanzt wird, zu ermöglichen, wird das Auge im Rahmen der optischen Biometrie mittels eines Laserstrahls vorab vermessen. Durch Bestimmung der Achslänge, der Hornhautradien und der Vorderkammertiefe wird mit dem sog. IOL-Master die optimale Brechkraft der neuen, künstlichen Linse berechnet und so der Refraktionszustand des Auges nach der Operation möglichst exakt bestimmt.

Das bedeutet, es kann zusammen mit dem Patienten festgelegt werden, ob das Auge nach der Operation ohne Zusatzkorrektur in der Ferne oder in der Nähe besser sehen soll. Ist geplant, eine sog. „Multifokallinse“ einzupflanzen, d.h. eine Kunstlinse, mit der man in der Nähe und Ferne ohne Zusatzkorrektur ausreichend scharf sehen kann, ist eine Untersuchung mit dem IOL-Master unerlässlich.