Sportbrillen

Der Markt für Sportbrillen ist vielfältig. Für verschiedene Sportarten werden ganz unterschiedliche Sehhilfen angeboten, da sie spezifische Anforderungen erfüllen müssen. Dennoch gibt es allgemeine Kriterien, auf die ein Brillenträger beim Kauf einer Sportbrille für Kontaktsportarten achten sollte:

Zu sehen sind zwei Squash-Spieler mit Sportbrillen.
Squash-Spieler mit Sportbrille
  • Leichte und bruchsichere Brillenfassung, ausreichend groß, um sich beim Anprall von vorne an den knöchernen Orbita-Rändern abstützen zu können
  • Bruchsichere (Kunststoff-)Scheiben mit strapazierfähiger, kratzfester Beschichtung, möglichst entspiegelt
  • Licht- und UV-Schutz bei Sport in heller Sonne, Gletscherbrille bei Bedarf
  • Bügel: Scharniere abgepolstert, bruchsicher, als Federbügel (Doppelkomfortbügel) mit elastischen, verstellbaren Enden oder verbunden mit elastischen Bändern
  • Gepolsterte Nasenstege mit breiter Nasenauflage (mind. 300-400 qmm)
  • Ventilationssystem in der Nasenbrücke damit die Scheiben nicht beschlagen
  • Bei Kindern, wenn möglich, Schläfenschutz

Brillenträger sind gerade bei Mannschaftssportarten einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt. Experten empfehlen daher zum Beispiel bruchsichere Gläser aus Polycarbonat, die bis zu den Augenbrauen reichen. So wird die Brille beispielsweise bei einem Schlag nicht in die Augenhöhlen gedrückt.

Zu sehen ist eine Mädchen-Fußballmannschaft mit Sportbrillen: Rechte: Dr. Dieter Schnell
Mädchen-Fußballmandschaft mit Sportbrillen

Hohe Anforderungen sollten auch Eltern an Sportbrillen für ihre Kinder stellen. Augenärzte empfehlen eine metallfreie Fassung aus nicht splitterndem Sicherheitskunststoff. Die ummantelte und gepolsterte Fassung stützt sich an den Augenhöhlenknochen ab, sodass Augen, Schläfen und Nasenbein optimal geschützt sind und ein Aufprall abgeleitet wird. Zudem sollte ein elastisches Kopfband nicht fehlen, das die Sportbrille auch bei schnellen Aktionen fest am Kopf hält.

Um die hohe Zahl an Augenverletzungen im Kinder- und Schulsport zu verringern (im Jahr 2007 waren es 11.400), erscheint es erforderlich, bei Sportarten mit erhöhter Augen-Verletzungsgefahr wie Fußball (13-17%), Hockey (4%), Basket- (4%), Volley- (2%) oder Handball (1%) auch den Kindern Schutzbrillen (ohne optische Wirkung) zu geben, die keine Brille benötigen, denn nur ein Bruchteil der Verletzten trug Brille. *)

Eine optimale Sicht ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiche sportliche Betätigung. Eltern sollten daher sich und ihr Kind vom Augenarzt zum Thema Sportbrille beraten lassen. Bei Sportarten, bei denen keine Brillen zugelassen oder möglich sind, sind Kontaktlinsen die beste Möglichkeit, Fehlsichtigkeiten zu korrigieren.

*) Quelle: Unfallkassen (letzte Statistik von 2007)


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